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22. Februar 2018 Sascha H. Wagner; DIE LINKE. NRW

Essener Tafel-Skandal – Die Grenzen verlaufen zwischen oben und unten

Sascha H. Wagner

Wie heute bekannt wurde nimmt die Essener Tafel nur noch Menschen mit deutschem Pass als neue Nutzer auf.

Dazu erklärt Jules El-Khatib, Essener Mitglied im Landesvorstand der Partei Die Linke in NRW: „Es ist eine Schande, dass in einem so reichen Land wie Deutschland überhaupt Menschen gezwungen sind zur Tafel zu gehen, weil sie sich kein Essen leisten können. Solange dies aber so ist, darf es nicht von der Herkunft abhängen, ob Menschen Nutzer der Tafel werden. Die Tafel sollte an Menschen die Möglichkeit bieten ihr Angebot zu nutzen, es wäre daher richtig, wenn die Entscheidung rückgängig gemacht wird, denn Hunger unterscheidet sich nicht anhand des Passes.“

Sascha H. Wagner, Landesgeschäftsführer der Linken NRW, ergänzt: „Sowohl die deutsche Oma als auch der syrische Geflüchtete sollten in Deutschland überhaupt nicht auf die Tafel angewiesen sein. Schuld an dieser Entwicklung sind alle Parteien von SPD und Grünen bis CDU und FDP, die mit ihrer Politik zur sozialen Spaltung in Deutschland beigetragen haben. Als Linke fordern wir eine Rente, die zum Leben reicht, und ein soziales Absicherungssystem für alle Menschen von 1050 Euro im Monat, damit niemand mehr auf Tafeln angewiesen ist.“